Wissenschaft

Spinnen melken für die Wissenschaft

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„Ich bin’s nur, die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft!“ Ein Kultzitat des Comic-Helden Spider-Man. Von einer radioaktiven Spinne gebissen, kann High-School-Student Peter Parker plötzlich an Wänden hochkrabbeln und durch seinen „Spinnen-Sinn“ Gefahren vorhersehen. Besonders beeindruckend sind seine „Netz-Schießer“: Von seinen Unterarmen kann der Spinnen-Mann mit selbstgebauten Apparaten künstliche Spinnenfäden verschießen. Mit denen schwingt er sich durch den Großstadtdschungel von New York City. Dabei ist sein Netz sehr elastisch und zugleich absolut reißfest – ein Super-Material für einen Superhelden eben.

Die Riesenradnetzspinne – links unten im Bild, in Folie festgetackert – wird mit der sich drehenden Spule – oben rechts im Bild – um ein Paar Meter ihres Fadens erleichtert.
Die Riesenradnetzspinne – links unten im Bild, in Folie festgetackert – wird mit einer sich drehenden Spule – oben rechts im Bild – um ein Paar Meter ihrer Fäden erleichtert.

Die faszinierenden Eigenschaften der Spinnenseide möchte sich in unserer realen Welt die Wissenschaft zu Nutze machen. Denn Spinnenseide ist wirklich sehr begehrt – als möglicher Grundstoff für Trageseile, Wundverbände oder auch kugelsichere Westen. Künstliche Spinnennetze könnten die Dual-Use-Technologie der Zukunft werden. Bisher ist die Herstellung aber nur Wunschdenken, denn in der Grundlagenforschung ist noch viel zu tun.

Den Geheimnissen der Spinnenseide gehen unter anderem Leipziger Wissenschaftler in einem internationalen Forschungsprojekt nach: Der Diplomphysiker Markus Anton promoviert bei Prof. Dr. Friedrich Kremer von der Abteilung für Experimentelle Physik an der Universität Leipzig. Die Forscher wollen die Eigenschaften der Spinnenfäden besser verstehen. Mit einem Mix aus gekauften und selbstgebauten Geräten führt Markus Anton in seinem Labor Druckmessungen durch, bei denen er die Spinnenseide mit Infrarotlicht bestrahlt. Doch dafür muss der Physiker erstmal hunderte Meter Spinnenfäden „melken“.

Riesenradnetzspinne und Heimchen schließen fatale Freundschaft.
Riesenradnetzspinne und Heimchen schließen fatale Freundschaft.

„Computerspiel-Helden sind Idole, wie es früher Boybands waren“

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Viele Videospiele sind gewaltverherrlichend und zeigen ein rückständiges Frauenbild. Doch manche Spiele beschreiten neue Wege – und erlauben sogar homosexuelle Liebesbeziehungen. Die Probleme der Branche wurden auf einer Podiumsdiskussion der Universität Leipzig debattiert. Der Gleichstellungsbeauftragte Georg Teichert hatte Wissenschaftler eingeladen, um über die Wirkung von gewalthaltigen und diskriminierenden Spielen zu sprechen – unter anderem den Leipziger Kommunikationswissenschaftler Dr. Benjamin Bigl und die Kölner Diplom-Sozialwirtin Maike Groen.

Die "Mass Effect"-Reihe ist eine der wenigen Videospielserien, in der Spieler ihre sexuelle Orientierung frei wählen können. / Quelle: Mass Effect 3/Electronic Arts
Die „Mass Effect“-Reihe ist eine der wenigen Videospielserien, in der Spieler ihre sexuelle Orientierung frei wählen können. / Quelle: Mass Effect 3/Electronic Arts